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Der Panzerfahrsimulator (FASIP) im Militärmuseum Full wurde zu neuem Leben erweckt und steht Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung

 

Bis 2004 war der in den 1970er-Jahren in Frankreich entwickelte Panzer-Fahrsimulator (FASIP) im mechanisierten Ausbildungszentrum (MAZ) in Thun in Betrieb. Auf insgesamt acht Bahnen wurden angehende Panzerfahrer anfänglich für den Panzer Centurion, später für den Panzer 68 und Leopard 2 geschult.
Der Fahrschüler befand sich in einer dem Fahrerstand detailgetreu nachgebildeten Kabine mit einem Bildschirm vor sich. Die unter der Fahrerkabine befindliche Hydraulik sorgte für die realistischen Bewegungen des Fahrerstandes. Grundlage bildete ein ca. 12 Meter langes, detailliertes Geländemodell. Über diesem war ein Laufwagen mit Kamera und unten im „Gelände“ ein Fühler mit dem Objektiv der Kamera montiert. Entsprechend den Lenkbewegungen des Fahrers fuhr dieser Fühler durch das Gelände und übermittelte das aufgenommene Bild auf den Bildschirm vor dem Fahrer. Insgesamt vermittelte dieser Simulator ein äußerst realistisches Fahrerlebnis. Nebst dem großen Geländemodell und der hydraulischen Anlage waren für den Betrieb der Anlage verschiedene Rechner erforderlich.
2004 rettete das Militärmuseum Full eine der FASIP-Anlagen vor der Verschrottung, demontierte sie in Thun und baute sie in Full wieder auf. Nach Wiederinbetriebnahme dieser einzig noch bestehenden Anlage funktionierte sie noch einige Jahre. Verschiedene Defekte in den altertümlichen Rechnern und in anderen elektronischen Anlageteilen führten dann aber zum „Aus“ des FASIP.
Das engagierte Team der Museumshelfer Gerold Handschin, Michael Salathé und René Demarmels konnte sich aber damit nicht abfinden. Unter Einsatz vieler hundert Arbeitsstunden unterzogen sie die Anlage einer gründlichen Analyse, spürten Defekte auf und ersetzten nach und nach ausgefallene Komponenten möglichst originalgetreu. Größter Knackpunkt bildete der defekte Hauptrechner aus den 1970er-Jahren. Dieser musste, aufgrund nicht mehr verfügbarer Ersatzteile, ersetzt werden. Hierzu wurde ein neuer Hauptrechner konfiguriert und an die bestehende Anlage angepasst. Die in Papierform vorhandenen Programmteile des alten Rechners wurden in vieltägiger Arbeit in eine moderne Programmiersprache übersetzt und neu eingegeben. In weiteren Teilschritten wurden Kamera, Bildschirm und Geländebeleuchtung erneuert bzw. ersetzt.
Die Instandsetzung des FASIP wurde Ende Juli 2020 abgeschlossen. Damit besteht für Besucherinnen und Besucher des Militärmuseums Full ab 21. August 2020 die Möglichkeit, auf Vereinbarung (www.gruppenbesuche@festungsmuseum.ch oder Tel. 0041 (0)62 772 36 06) mit dem Panzer 68 durch das Gelände zu fahren – auf dem Fahrsimulator!

 
1. Schnupper – Kurs

25 Min. CHF 40.--

-  15 Min. Einführung am Fahrerstand
-  10 Min. Straßen- und Geländefahrt im Fahrsimulator

 
2. FASIP - Lektion

45 Min. CHF 120.--

-  15 Min. Einführung am Fahrerstand
-  30 Min. Straßen- und Geländefahrt im Fahrsimulator


3. Grundkurs Panzer 68

ca. 3.5 Std. CHF 600.-- ·

-  30 Min. Einführung am Fahrerstand, mit Störungen
-  60 Min. Technische Einführung am echten Panzer (Erstellen Marschbereitschaft)
-  2 Std. Fahrsimulator-Lektion (Straßen- und Geländefahrt, Störungen)

Buchung nur mit Voranmeldung über gruppenbesuche@festungsmuseum.ch

Arbeiten am Königstiger

 FASIP-News Nr.3

bgeschlossene Arbeiten:
- Die neuen Rechner-Platinen wurden fertig hergestellt und funktionieren tadellos (Bild im Anhang). Eine solche wird, zusammen mit einem PC, die Anlage steuern.
- Die Netzteil-Einschübe sind revidiert und mit Kontroll-LED versehen.
- Der defekte Bildschirm der Fahrerkabine konnte durch einen funktionierenden getauscht werden.
- Die defekte Motorendstufe des X-Motors vom Relief wurde ersetzt. Diese hatte zu unerwarteten Bewegungen der Anlage geführt.
- Diverse defekte Glühbirnen und Leiterplatten wurden ersetzt.

Videokameras:
Die vorhandenen Videokameras weisen alle mehr oder weniger Defekte auf.
Teilweise ist mir eine Reparatur gelungen, so dass wir jederzeit für Analysen ein Testbild erzeugen können.
Über Ebay konnte in den USA ein, rund zehn Jahre jüngeres, Ersatzmodell der Kameras beschafft werden. Eine erste provisorische Montage auf der Anlage hat ein schönes, dem ursprünglichen Zustand sehr nahe kommendes Bild ergeben.
Für die definitive Montage muss noch die Lieferung der passenden Steckverbinder abgewartet und vereinsintern eine passende Halterung gefertigt werden.

Neu-Programmierung:
- Etwa die Hälfte der Ausdrucke des originalen Programms vom MITRA sind unterdessen aufs neue System übersetzt.
- Die ersten der neuen Programmteile wurden auf der Anlage in Full getestet.

Als nächstes geplant:
- Übersetzen und testen weiterer Programmteile.
- 230V Versorgung Servicerack reparieren: Ein Sicherungsautomat löst ab und zu aus.
- Sonorisation (Panzerlärm) testen und in Stand stellen.
- Indicateur de Position (Lageanzeige-Bildschirm) testen und in Stand stellen.

Erweiterungsprojekt Schweizerisches Militärmuseum Full

Im Oktober 2019 hat der Verein Militär- und Festungsmuseum Full-Reuenthal gemäss Beschluss seiner Generalversammlung aus Eigenmitteln eine grosse, an die Panzerhalle des Militärmuseums angrenzende Parzelle erworben.
Geplant ist darauf der Bau einer Museumshalle mit Obergeschoss mit insgesamt 7‘200m2 Bodenfläche. Angrenzend an die bestehende Panzerhalle und die neue Museumshalle soll auf einer durch Kaufrecht gesicherten Parzelle ein museumseigenes Freigelände entstehen, das für Museumsevents wie beispielsweise Demonstrationen von Museumsfahrzeugen und Festanlässe zur Verfügung steht.
Nach Vorliegen der detaillierten Kostenvoranschläge und entsprechender Information der Generalversammlung am 28. März 2020 werden das Baugesuchsverfahren und die weitere Mittelbeschaffung eingeleitet. Läuft alles nach Plan, könnte der Bau der neuen Museumshalle 2021/22 realisiert werden.

Der Panzerfahrsimulator (FASIP) im Militärmuseum Full wird zu neuem Leben erweckt

Bis 2004 war der in den 1970er-Jahren in Frankreich entwickelte Panzer-Fahrsimulator (FASIP) im mechanisierten Ausbildungszentrum (MAZ) in Thun in Betrieb. Auf insgesamt acht Bahnen wurden angehende Panzerfahrer anfänglich für den Panzer Centurion, später für den Panzer 68 und Leopard 2 geschult.
Der Fahrschüler befand sich in einer dem Fahrerstand detailgetreu nachgebildeten Kabine mit einem Bildschirm vor sich. Die unter der Fahrerkabine befindliche Hydraulik sorgte für die realistischen Bewegungen des Fahrerstandes. Grundlage bildete ein ca. 12 Meter langes, detailliertes Geländemodell. Über diesem war ein Laufwagen mit Kamera und unten im „Gelände“ ein Fühler mit dem Objektiv der Kamera montiert. Entsprechend den Lenkbewegungen des Fahrers fuhr dieser Fühler durch das Gelände und übermittelte das aufgenommene Bild auf den Bildschirm vor dem Fahrer und die Bewegung im Gelände auf die Hydraulik der Fahrerkabine. Insgesamt vermittelte dieser Simulator ein äußerst realistisches Fahrerlebnis. Nebst dem großen Geländemodell und der hydraulischen Anlage waren für den Betrieb der Anlage verschiedene voluminöse Rechner erforderlich.
2004 rettete Christine Hug vom Militärmuseum Full eine der FASIP-Anlagen vor der Verschrottung, demontierte sie in Thun und baute sie in Full wieder auf. Nach Wiederinbetriebnahme der einzig noch bestehenden Anlage funktionierte diese noch einige Jahre. Verschiedene Defekte in den altertümlichen Rechnern und in anderen elektronischen Anlageteilen führten dann aber zum „Aus“ des FASIP.
Das engagierte Team der Museumshelfer Gerold Handschin und René Demarmels konnte sich aber damit nicht abfinden. In monatelanger Arbeit und mit gründlicher Analyse spürten sie die verschiedenen Fehler und Defekte im System auf und ersetzten nach und nach die defekten Komponenten durch modernes Material. Größter Knackpunkt bildete der Hauptrechner aus den 1970er-Jahren. Ein neuer Hauptrechner wurde konfiguriert, eingebaut und die in Papierform vorhandenen Daten in vieltägiger Arbeit eingelesen. In weiteren Teilschritten werden Kamera, Bildschirm und Geländebeleuchtung erneuert bzw. ersetzt.
Es darf damit gerechnet werden, dass der FASIP im Laufe des Jahres 2020 wieder voll funktionsfähig sein wird. Damit wird für Besucherinnen und Besucher des Museums die Möglichkeit bestehen, auf vorherige Vereinbarung mit dem Panzer 68 realistisch durch das Gelände zu fahren – auf dem Fahrsimulator!

Neuzugänge bei der Geschützsammlung des Militärmuseums


Das Militärmuseum hat von der Zentralstelle Historisches Armeematerial des Bundes zwei interessante Geschütze erhalten, welche die Geschützsammlung bereichern.

Bei einem Geschütz handelt es sich um eine 12cm Kanone Ord. 1882 mit Stangenaufsatz und weiterem Zubehör. Interessant ist vor allem das zweite Geschütz aufgrund seiner Räder: Eine 10,5cm Kanone 1935 L 42, ausgerüstet mit den ursprünglichen Metallscheibenrädern mit Gummibandagen. Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre wurde alle Geschütze dieses Typs auf neue Felgen mit Luftkammerreifen umgerüstet. Solche Kanonen mit den ursprünglichen Rädern sind deshalb sehr selten.

Sterilisationsanhänger 1938/56

Letztes Jahr hat das Museum von einer Privatperson einen Sterilisationsanhänger der Schweizer Armee erhalten, der demnächst hätte verschrottet werden sollen. Die Sterilisationsanlage wurde 1938  als eine von 15 solchen Anlagen von der Firma Schaerer in Bern  hergestellt und 1956 auf einem Anhänger der Firma Moser aufgebaut. Das mit Holzfeuerung betriebene Gerät war bei den Sanitätstruppen zur Sterilisation von medizinischen Instrumenten im Felde bestimmt. Der Anhänger mit der noch sichtbaren Originalbeschriftung „Sterilisationswagen No. 9“ wurde originalgetreu restauriert und wieder mit der ursprünglichen, noch sichtbaren schilfgrünen Lackierung versehen.

Rechtzeit auf den Saisonbeginn 2019 hat unser Vereinsmitglied Robert Kos die aufwändige Restaurierung des Sterilisationsanhängers abgeschlossen. Nach der kompletten Demontage von Anhänger und Aufbauten,  dem Einschweissen von Blechteilen an den durch Rost zerfressenen Stellen, der Reinigung und Instandsetzung aller Einzelteile und Wiederaufbringen des originalgetreuen Farbanstrichs wurden Anhänger und Aufbau wieder zusammengesetzt.  Jetzt steht der Sterilisationsanhänger in der Fahrzeugausstellung und kann dort im vollständig restaurierten Zustand besichtigt werden.

Rollout des Sturmgeschützes IIIG Tannenberg


Schwerpunkt des Panzerweekends im Militärmuseum Full am 1. September 2018 war der Rollout des deutschen Sturmgeschützes IIIG aus dem Jahr 1944. Während sechs Jahren intensiver Arbeit wurde dieses Panzerfahrzeug aussen und innen originalgetreu und perfekt restauriert. Dem Museumsleiter Thomas Hug waren Stolz und Erleichterung anzusehen, als sich das Sturmgeschütz  nach einem kurzen Festakt in Bewegung setzte und auf dem Gelände mit dem satten Brummen des Motors Maybach 120 TRM seine Runden fuhr.

Das Sturmgeschütz trägt als taktisches Zeichen den Löwenkopf der Sturmgeschützbrigade 210, die im Laufe des russischen Grossangriffs im Januar 1945 alle ihre Fahrzeuge zwischen Weichsel und Pilica verlor und anschliessend neu aufgestellt wurde.

 

Renovationsarbeiten am Ford Universal Carrier T 16 Pz Begl Fz UC

In den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr 2018 nutzten ein paar Mitglieder des Museums die freien Tage um weitere Renovationsarbeiten am UV (Ford Universal Carrier T 16 Pz Begl Fz UC) durchzuführen.

Diverse Trenn-, Schleif-, Spachtel- und andere Ausbesserungsarbeiten standen auf dem Programm. Der nächste Schritt ist dann die Bemalung (Spritzen) des vorbereiteten Fahrzeuges.

Weitere Infos zum Fahrzeug finden Sie hier: http://www.militaerfahrzeuge.ch/unterkategorie_13_25_371.html

Neuzugang von Ausstellungsstücken im Militärmuseum

Das Militärmuseum hat von der Zentralstelle Militärhistorisches Material (ZS HAM) verschiedene interessante Ausstellungsstücke erhalten. Ein Kranwagen 10DM “Gottwald” und ein 12cm Minenwerfer Modell 87, beide in ausgezeichnetem Zustand, konnten bereits in die Ausstellung integriert werden. Eine weitere Schenkung, ein schwerer Bulldozer “Caterpillar D8” mit dem zugehörigen Tiefbettanhänger, muss zuerst technisch und optisch von Grund auf restauriert werden. Das Militärmuseum dankt der ZS HAM für diese Materialabgabe!

Panzer der niederländischen Armee im Militärmuseum Full eingetroffen

Am 5. Juli 2017 sind zwei Panzer der niederländischen Armee im Militärmuseum Full eingetroffen, die nach Vornahme von Unterhaltsarbeiten ab Museumssaison 2018 im Militärmuseum ausgestellt werden. Es handelt sich um einen Kampfpanzer Leopard 1, Modell A1A1 (1-V), und um einen Flakpanzer CA1 PRTL „Cheetah“ (niederländische Version des Flakpanzers „Gepard“). Beide Fahrzeuge sind in Deutschland hergestellt worden. Der Leopard 1 weist einen gegossenen Turm mit einer nachträglich angebrachten Zusatzpanzerung auf. Das Schweizerische Militärmuseum Full dankt der niederländischen Armee für die Abgabe dieser beiden interessanten Fahrzeuge in sehr gutem Zustand!

 

 

 

 

 

 

 

Neuheiten im Militärmuseum Full

Das Schweizerische Militärmuseum Full ist ab 1. April wieder geöffnet. Rechtzeitig auf den Saisonbeginn wurden die Ausstellungen überarbeitet, Unterhalts- und Reinigungsarbeiten an Exponaten und Gebäuden vorgenommen und eine neue Ausstellung eingerichtet. Auf einer grossen Ausstellungsfläche in der Haupthalle ist neu eine umfassende Ausstellung über Munition der Schweizer Armee zu sehen. Gezeigt werden Munition der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen, der Artillerie, Panzertruppen und Panzerabwehr. Neben Munition aller Kategorien von Minenwerfern sind auch verschiedene Typen von Flugzeugbomben ausgestellt. Die grosse Munitionsausstellung bietet eine wertvolle Ergänzung zur vorhandenen Ausstellung aller Waffensysteme, welche die ausgestellte Munition verwendet haben.
 
Neu in der Panzer-, Geschütz- und Fahrzeughalle wird erstmals ein legendäres britisches Feldgeschütz aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gezeigt, eine 25-pdr - Kanone auf Radkranz, auf dem sie bis zu 360o gedreht werden konnte.

 

Militärmuseum Full erwirbt Panzer T-72M

Seit einiger Zeit steht im Militärmuseum Full ein Panzer T-72M des Warschauer Pakts aus tschechoslowakischer Fertigung bisher als Leihgabe eines deutschen Sammlers. Das Museum hat diesen Panzer nun auf Saisonbeginn 2016 käuflich erworben. Mitte April wurden an diesem Panzer durch Mechaniker eines befreundeten Panzermuseums in Polen grosse Unterhaltsarbeiten ausgeführt und abgenützte sowie defekte Teile (z. B. Laufräder) ersetzt. Der neu im Museumsbestand stehende T-72M wird am Panzerweekend vom 2./3. Juli vorgeführt und steht dann auch für Passagierfahrten zur Verfügung.

Neue Ausstellung Feldzeichen Grenzbrigade 5
Feierliche Eröffnung am 2. April 2016

Am 2. April 2016 eröffnete das Schweizerische Militärmuseum Full die neue Ausstellung Feldzeichen der Grenzbrigade 5 mit einer feierlichen Vernissage. Regierungsrat Alex Hürzeler und alt Ständerat Thomas Pfisterer sowie Vereinspräsident Thomas Hug sprachen zu den rund 80 geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Armee und hoben dabei die grosse Bedeutung der neuen Ausstellung für den Kanton Aargau hervor. Die 35 ausgestellten Bataillonsfahnen und Kompaniestandarten wurden dem Museum leihweise vom Kanton Aargau zur Verfügung gestellt. Sie repräsentieren die Aargauische Grenzbrigade 5, die von 1938 bis 1994 bestand und den rund 34 km langen Grenzbereich am Rhein von Stein bis Rümikon zu verteidigen und einen gegnerischen Stoss ins „Wasserschloss“ bei Brugg zu verhindern hatte.

Die neue Ausstellung befindet sich im Geschützsaal im ersten Stock des Militärmuseums.

Ende 2015 erhielt das Militärmuseum ein neues Ausstellungsstück ganz besonderer Art. Während das Museum bereits seit Jahren im Besitz einer originalen deutschen Flugbombe V-1 aus dem Jahr 1944 ist, konnte nun die äusserst seltene Variante einer bemannten V-1 erworben werden. Das Gerät „Reichenberg“ Fi 103 Re-4 war Ende 1944 in einigen Versuchsmustern zu Testzwecken erbaut worden. Das von einem Piloten gesteuerte Flugzeug war dafür bestimmt, als Selbstmordwaffe mit einer Sprengladung auf wichtige gegnerische Objekte gesteuert zu werden. Es blieb aber lediglich bei Testflügen und von „Kamikazeeinsätzen“ wurde abgesehen. Insgesamt wurden weniger als 200 dieser Flugzeuge zu Test- und Einsatzzwecken gebaut. Beim Gerät „Reichenberg“ des Militärmuseums handelt es sich um eine der nur sechs weltweit noch bekannten Originale dieses Typs. Die im Museum neu ausgestellte Variante „Wasserläufer“ mit einer 38 cm Marinegranate der Bismarckklasse im vorderen Teil des Rumpfs war zur Bekämpfung von Seezielen bestimmt. Das originalgetreu restaurierte Gerät „Reichenberg“ mit der Werknummer 27 ist auch im Innern vollständig ausgerüstet.

 

Der Rumpf des Geräts „Reichenberg“
schwebt am Kran zum Ausstellungsstandort.
Darunter die bereits seit einigen Jahren im
Museum ausgestellte unbemannte Flugbombe V-1