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Reinerberg A 3892 – Eine vergessene Anlage im Wald

Teil des Artilleriewerks „Adlerhost“ (Rein) bildet ein 1939/40 errichteter Beobachtungsbunker.  Aus diesem konnte das Feuer des Minenwerferzuges der Stabskompanie des Füsilierbataillons 105 geleitet werden. Wo befanden sich nun aber die Stellungen dieses Zuges?
Ebenfalls im Winter 1939/40 wurden diese Stellungen am steilen Abhang des Reinerbergs gebaut. Gleichzeitig errichtete die Truppe dort im Nagelfluhfels einen Schutzstollen für den Minenwerferzug und dessen 8,1cm Minenwerfer mit ihrer Munition. Aus diesem sicheren Stollen konnten die Waffen nach draussen in ihre Feuerstellungen gebracht  werden, feuern und wieder in den Stollen zurückgebracht werden. Im Jahr 1944 wurde die Stollenanlage durch die Arbeitskompanie 225 zum Kommandoposten „Aare West“ bzw. „Bruggerberg“ des Grenzregiments 50 erweitert. Die beiden Eingänge wurden betoniert und mit je zwei Panzertoren versehen. Auf dem Plateau des Reinerbergs wurde ein Notausgang errichtet und mit einem Treppenstollen mit der Anlage verbunden. Als eigentlicher Kommandoposten wurde eine betonierte Kaverne von ca. 450 x 350cm eingebaut. Dieser eine Raum bildete damals den Kommandoposten für den ganzen Regimentsstab! Nach dem Aktivdienst wurde die Anlage aber bald nicht mehr benützt und geriet in Vergessenheit. 1985 wurde entschieden, die Anlage militärisch aufzuheben. Der Notausgang wurde zugemauert. Nach Aufbruch der Eingangstüren war die Anlage während vielen Jahren für Bunkerenthusiasten, aber auch für Vandalen und Ersatzteiljäger offen.

Seit Spätsommer 2018 befasst sich nun unser Verein mit der Anlage. Der kaum mehr begehbare Zugangsweg wurde erneuert und der verschüttete zweite Eingang freigelegt. Die Türen und Stahlteile in der Anlage werden entrostet, frisch gestrichen und wieder mit Schlössern versehen; fehlende Teile werden ersetzt und die Stollen instandgestellt. Die Arbeiten werden rechtzeitig bis zu den zweiten Aargauer Bunkertagen am Wochenende vom 14./15. September 2019 abgeschlossen sein, damit diese interessante Anlage ab dann erstmals öffentlich besichtigt werden kann.

Restaurierung der Anlage Rein macht grosse Fortschritte

Der Verein Militär- und Festungsmuseum Full-Reuenthal hat kürzlich nebst zahlreichen anderen militärhistorischen Anlagen auch das ehemalige Artilleriewerk Rein (Gemeindegebiet Rüfenach/AG) erworben. Diese Anlage wurde in den Jahren 1939-43 als Artillerie- und Infanteriewerk gebaut. 1988 wurde die Festung zum Materiallager “Schloss” für die geheime Widerstandsorganisation P26 umgewandelt.

Die Restaurierungsarbeiten der Anlage laufen auf Hochtouren. Die ehemaligen Geschütz- und Maschinengewehrstände sind restauriert und mit den originalen Waffen mit Zubehör und Einbauten wieder voll ausgerüstet. Erfreulich ist insbesondere, dass die beiden verschiedenen Typen von 7,5cm Geschützen auf Hebel- und Ständerlafette gefunden und bereits eingebaut werden konnten. In einem Lagerraum für Material P26 sind die originalen Gestelle mit den wasser- und luftdichten Chromstahl-Lagerbehältern wieder eingebaut worden. Nach Einrichtung eines Museums zur Widerstandsorganisation P26 wird die Festung Rein voraussichtlich ab Anfang der Museumssaison 2019 für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Panzertor nach Jahrzehnten wieder geöffnet…

Das Militär- und Festungsmuseum Full-Reuenthal hat kürzlich die ehemalige militärische Anlage A 3871 , Beobachtungsbunker „Hinterrein“, auf dem Gebiet der Gemeinde Rüfenach vom Bund käuflich erworben. Der Treppenabgang zur Anlage war nach deren Ausserdienststellung mit einem 1,5 Tonnen schweren Betonblock verschlossen worden. Nachdem der Block mit einem Kran entfernt worden war, wurde ein betonierter Gang zu einer verschlossenen Panzertüre sichtbar. Am 5. April 2016 gelang es den Vereinsmitgliedern Heinz Baer und Fred Härdi, diese Tür mit einem grossen Bund möglicher Schlüssel und viel Kriechöl zu öffnen. Erstmals nach Jahrzehnten konnte die zweistöckige Anlage wieder betreten werden.
Im Innern bot sich ein interessantes Bild. Alle Stahltüren und –leitern sind, wenn auch stark verrostet, noch vorhanden. Im Untergeschoss befindet sich ein Schlafraum mit noch erhaltenen Holzbetten.
Die Anlage war 1939/40 als Beobachtungsstelle der mit 10,5cm Kanonen ausgerüsteten „Schweren Kanonen Abteilung 15“ mit Stellungsraum auf dem Bruggerberg (ein voll ausgerüsteter Geschützbunker dieser Batterie befindet sich in restauriertem Zustand im Eigentum des Museums) gebaut worden. Eine Tafel an der Anlage verweist auf den Ersteller. Damals wusste man noch nicht, wann der Krieg enden würde, und schrieb lediglich „Grenzbesetzung 1939 -4“.
Die wieder frei gelegte Anlage wird im Laufe des Jahres 2016 vom Anlagebetreuer Fred Härdi restauriert und für die Besichtigung interessierter Gruppen zugänglich gemacht.

 

 

 

Arbeitseinsätze

Es treffen sich nach Möglichkeit jeden Samstag diverse Helfer/innen zu gemeinsamen Arbeitseinsätzen an den Militärhistorischen Anlagen. Jeder wird nach seinen Fähigkeiten entsprechend eingesetzt. Neue Helfer/innen werden von  erfahrenen Kollegen/innen instruiert. Neben Unterhaltsarbeiten an den Anlagen ist auch die Umgebungspflege eine wichtige Aufgabe.





Die Wiederinstandsetzung von neu übernommenen Anlagen ist ein weitere Aufgabe, welche im Ressort Militärhistorischen Anlagen übernommen wird.

 

 

 

 

 

 

 



Geländepanzerhindernis (GPH) in der Gemeinde Leuggern

Der Unterhalt durch die Betreuer und Betreuerinnen der Militärhistorischen Anlagen kann für das Aussengelände zum Teil sehr aufwendig sein. Ein Beispiel ist das Geländepanzerhindernis (GPH) in der Gemeinde Leuggern. Der permanente Unterhalt wurde während zweier Jahre auf Sparflamme gehalten.
Somit hat sich die Natur das Gelände zurückerobert mit Dornen und Sträuchern. Unsere  Oldie-Equipe hat sich nun nicht mit Dschungelmessern sondern mit zeitgemässen Motorsensen durch das Labyrint gekämpft und eine besuchergerechte Situation erstellt.